Histidinreiches antimikrobielles Speichelpeptid mit ausgeprägter antifungaler Wirkung.
| Kategorie | Antimikrobiell · Antimikrobielles Peptid (AMP) |
| Auch bekannt als | Histatin 5, Hst5, Hst-5, HTN5 |
| Evidenzgrad | in-vitro/Grundlagenforschung |
| Rechtlicher Status | In DE/EU nicht als Arzneimittel zugelassen (Forschungssubstanz) |
Überblick
Histatin-5 ist ein histidinreiches, kationisches Peptid, das in den Speicheldrüsen des Menschen gebildet wird. Es besitzt eine besonders ausgeprägte Wirkung gegen Pilze wie Candida albicans. Anders als viele andere AMPs wirkt es weniger über reine Membranzerstörung, sondern durch Aufnahme in die Zelle und Störung des Zellstoffwechsels.
Wirkmechanismus
Wird von Pilzzellen aufgenommen, stört mitochondriale Funktion und Ionenhaushalt und löst nicht-lytischen Zelltod aus.
Einsatzgebiete in der Forschung
- In der Grundlagenforschung zur oralen Immunabwehr untersucht
- Forschung zu antifungalen Mechanismen
- Untersuchung der Wirkung gegen Candida
Verwandte Verbindungen
dermcidin, lactoferricin
Neutrale, werbefreie Information – keine medizinische Beratung und keine Dosierempfehlung. Die meisten Peptide sind in DE/EU nicht als Arzneimittel zugelassen.
