Antimikrobielles Peptid aus ekkrinen Schweißdrüsen der menschlichen Haut.
| Kategorie | Antimikrobiell · Antimikrobielles Peptid (AMP) |
| Auch bekannt als | DCD, DCD-1L, Dermcidin-1L |
| Evidenzgrad | in-vitro/Grundlagenforschung |
| Rechtlicher Status | In DE/EU nicht als Arzneimittel zugelassen (Forschungssubstanz) |
Überblick
Dermcidin ist ein antimikrobielles Peptid, das in den ekkrinen Schweißdrüsen gebildet und mit dem Schweiß auf die Hautoberfläche abgegeben wird. Im Gegensatz zu vielen kationischen AMPs ist das aktive Fragment eher anionisch und wirkt über einen zinkabhängigen Ionenkanal-Mechanismus. Es trägt zur antimikrobiellen Barriere der Haut bei.
Wirkmechanismus
Bildet in Anwesenheit von Zink-Ionen membranständige Ionenkanäle in Mikrobenmembranen und stört so deren Ionenhaushalt.
Einsatzgebiete in der Forschung
- In der Grundlagenforschung zur Hautbarriere untersucht
- Forschung zu anionischen antimikrobiellen Peptiden
- Untersuchung der Schweiß-vermittelten Immunabwehr
Verwandte Verbindungen
ll-37, beta-defensine-hbd, histatin-5
Neutrale, werbefreie Information – keine medizinische Beratung und keine Dosierempfehlung. Die meisten Peptide sind in DE/EU nicht als Arzneimittel zugelassen.
