Endogenes Melanocortin-Peptid aus POMC, reguliert Pigmentierung, Appetit und Entzündung.
| Kategorie | Hormonell & Endokrin · Melanocortin-Peptid |
| Auch bekannt als | α-MSH, Alpha-Melanocyte-Stimulating Hormone, Alpha-Melanotropin, Melanocyten-stimulierendes Hormon |
| Evidenzgrad | in-vitro/Grundlagenforschung |
| Rechtlicher Status | In DE/EU nicht als Arzneimittel zugelassen (körpereigenes Signalpeptid; synthetische Analoga sind separat geregelt) |
Überblick
Alpha-MSH ist ein körpereigenes Peptidhormon der Melanocortin-Familie, das aus dem Vorläuferprotein Proopiomelanocortin (POMC) gebildet wird. Es reguliert die Melaninbildung (Hautpigmentierung), die Nahrungsaufnahme und Energiebilanz sowie entzündungshemmende Prozesse. In der Forschung ist es ein Schlüsselmolekül der Melanocortin-Signalwege und Bezugspunkt synthetischer Analoga.
Wirkmechanismus
Aktiviert Melanocortinrezeptoren (v. a. MC1R für Pigmentierung, MC4R für Appetitregulation) und steigert cAMP-vermittelte Signalwege.
Einsatzgebiete in der Forschung
- Grundlagenforschung zu Pigmentierung
- Forschung zu Appetit- und Energiehaushalt
- Untersuchung entzündungshemmender Melanocortin-Signalwege
Verwandte Verbindungen
afamelanotide, melanotan-ii, setmelanotide, agrp, beta-endorphin
Neutrale, werbefreie Information – keine medizinische Beratung und keine Dosierempfehlung. Die meisten Peptide sind in DE/EU nicht als Arzneimittel zugelassen.
