Antimikrobielles Peptid, das durch proteolytische Spaltung aus Lactoferrin entsteht.
| Kategorie | Antimikrobiell · Antimikrobielles Peptid (AMP) |
| Auch bekannt als | Lactoferricin B, LfcinB, Lfcin, Lactoferricin H |
| Evidenzgrad | in-vitro/Grundlagenforschung |
| Rechtlicher Status | In DE/EU nicht als Arzneimittel zugelassen (Forschungssubstanz) |
Überblick
Lactoferricin ist ein kationisches Peptid, das durch enzymatische Spaltung (z. B. durch Pepsin) aus dem eisenbindenden Protein Lactoferrin freigesetzt wird. Die bovine Variante (Lactoferricin B) ist besonders gut untersucht und zeigt breite antibakterielle, antifungale und antivirale Aktivität. Es gilt als wichtiger Wirkträger der antimikrobiellen Effekte von Milch.
Wirkmechanismus
Kationisches Peptid, das an anionische Bestandteile der Mikrobenoberfläche (z. B. Lipopolysaccharide) bindet und die Membran destabilisiert.
Einsatzgebiete in der Forschung
- In der Grundlagenforschung zu milchbasierten antimikrobiellen Peptiden untersucht
- Forschung zu antibakterieller und antiviraler Wirkung
- Untersuchung der Eisenbindungs-unabhängigen Effekte
Verwandte Verbindungen
histatin-5, dermcidin
Neutrale, werbefreie Information – keine medizinische Beratung und keine Dosierempfehlung. Die meisten Peptide sind in DE/EU nicht als Arzneimittel zugelassen.
