Lantibiotikum aus Lactococcus lactis, das als Lebensmittelkonservierungsstoff (E 234) zugelassen ist.
| Kategorie | Antimikrobiell · Antimikrobielles Peptid (AMP) |
| Auch bekannt als | Nisin A, E 234, Nisaplin |
| Evidenzgrad | in-vitro/Grundlagenforschung |
| Rechtlicher Status | In DE/EU als Lebensmittelzusatzstoff (E 234) zugelassen; nicht als Arzneimittel zugelassen |
Überblick
Nisin ist ein von dem Milchsäurebakterium Lactococcus lactis gebildetes Lantibiotikum, das die ungewöhnlichen Aminosäuren Lanthionin und Methyllanthionin enthält. Es wirkt vor allem gegen grampositive Bakterien und wird seit Jahrzehnten als Lebensmittelkonservierungsstoff (E 234) eingesetzt. In der Forschung wird es zudem als antimikrobielles Peptid gegen resistente Keime untersucht.
Wirkmechanismus
Bindet an das Zellwand-Vorläufermolekül Lipid II, hemmt die Zellwandsynthese und bildet zusätzlich Poren in der Bakterienmembran.
Einsatzgebiete in der Forschung
- Als Lebensmittelkonservierungsstoff eingesetzt
- In der Forschung zu Lipid-II-bindenden Antibiotika untersucht
- Forschung zur Wirkung gegen grampositive Bakterien
Verwandte Verbindungen
plectasin, gramicidin-s
Neutrale, werbefreie Information – keine medizinische Beratung und keine Dosierempfehlung. Die meisten Peptide sind in DE/EU nicht als Arzneimittel zugelassen.
