Gramicidin S

Zyklisches antimikrobielles Peptid aus Bacillus brevis, das topisch in Antiseptika verwendet wird.

Kategorie Antimikrobiell · Antimikrobielles Peptid (AMP)
Auch bekannt als Gramicidin S, GS, Gramicidin Soviet
Evidenzgrad in-vitro/Grundlagenforschung
Rechtlicher Status In DE/EU nicht als Arzneimittel systemisch zugelassen; Bestandteil einiger topischer Antiseptika (Forschungssubstanz)

Überblick

Gramicidin S ist ein zyklisches Dekapeptid, das von dem Bodenbakterium Aneurinibacillus migulanus (früher Bacillus brevis) gebildet wird. Es ist strukturell und funktionell vom linearen Gramicidin zu unterscheiden. Wegen seiner Wirksamkeit gegen grampositive und gramnegative Bakterien wird es in einigen topischen Antiseptika verwendet, ist aber wegen hämolytischer Eigenschaften nicht systemisch einsetzbar.

Wirkmechanismus

Amphipathisches zyklisches Peptid, das sich in Membranen einlagert und deren Barrierefunktion durch Permeabilisierung zerstört.

Einsatzgebiete in der Forschung

  • In topischen Antiseptika verwendet
  • In der Grundlagenforschung zu zyklischen Peptiden untersucht
  • Modellsubstanz für membranaktive Antibiotika

Verwandte Verbindungen

nisin, melittin

Neutrale, werbefreie Information – keine medizinische Beratung und keine Dosierempfehlung. Die meisten Peptide sind in DE/EU nicht als Arzneimittel zugelassen.

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