Kationische antimikrobielle Peptide epithelialer Gewebe (Haut, Schleimhäute) der angeborenen Immunabwehr.
| Kategorie | Antimikrobiell · Antimikrobielles Peptid (AMP) |
| Auch bekannt als | hBD-1, hBD-2, hBD-3, hBD-4, Humane Beta-Defensine, Beta-Defensins, DEFB |
| Evidenzgrad | in-vitro/Grundlagenforschung |
| Rechtlicher Status | In DE/EU nicht als Arzneimittel zugelassen (Forschungssubstanz) |
Überblick
Beta-Defensine sind cysteinreiche Peptide mit einem gegenüber den Alpha-Defensinen abweichenden Disulfidbrücken-Muster. Die humanen Beta-Defensine hBD-1 bis hBD-4 werden vor allem von Epithelzellen der Haut, der Atemwege und des Urogenitaltrakts gebildet. Sie wirken antimikrobiell und besitzen zusätzlich chemotaktische, immunmodulierende Funktionen.
Wirkmechanismus
Kationische amphipathische Peptide, die anionische Mikrobenmembranen permeabilisieren; zusätzlich chemotaktische Wirkung über Chemokinrezeptoren.
Einsatzgebiete in der Forschung
- In der Grundlagenforschung zur epithelialen Immunabwehr untersucht
- Forschung zu Haut- und Schleimhautbarriere
- Untersuchung immunmodulierender Effekte
Verwandte Verbindungen
alpha-defensine-hnp, ll-37, protegrin-1
Neutrale, werbefreie Information – keine medizinische Beratung und keine Dosierempfehlung. Die meisten Peptide sind in DE/EU nicht als Arzneimittel zugelassen.
